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Das Auge isst mit: So gelingt eine „köstliche“ Optik

Das Auge isst mit

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Wer denkt, bei einem gelungenen Essen käme es nur auf den Geschmack an, der hat sich getäuscht. „Das Auge isst mit“, heißt ein berühmtes Sprichwort und dieses hat einen hohen Wahrheitsgehalt. Denn tatsächlich hat die Optik einen direkten Einfluss darauf, wie gut das Essen einem schmeckt.

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Was also schöner aussieht, wird auch als köstlicher erlebt – selbst, wenn sich an den Speisen selbst nichts verändert hat. Nicht ohne Grund machen sich Restaurants, Lieferdienste & Co viele Gedanken darüber, wie sie ihre Mahlzeiten einzigartig sowie ansprechend servieren können. Doch auch im eigenen Zuhause ist dies möglich und wichtig.

Wie die Sinne sich gegenseitig beeinflussen

Fünf Sinne hat der Mensch, darunter auch das Schmecken und Sehen. Doch diese Sinne funktionieren nicht einzeln und unabhängig voneinander, sondern sie beeinflussen sich gegenseitig. Jeder, der sich beim Essen schon einmal die Nase zugehalten hat, kennt das.

Wie die Sinne sich gegenseitig beeinflussen

Plötzlich schmeckt das Essen anders oder nach überhaupt nichts mehr. Weniger ersichtlich ist der Zusammenhang zwischen dem Geschmackssinn und den Augen – doch er existiert, wie mittlerweile durch zahlreiche Studien bewiesen wurde. Demnach hat die Optik des Essens vielfältige Auswirkungen, wenn es um das Schmecken geht, aber auch das Essverhalten im Allgemeinen.

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Eine dieser Studien wurde am Max-Planck-Institut durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass Kantinenbesucher ihre Speisen eher nach der Optik auswählen als nach den ihnen zur Verfügung stehenden Informationen.

Kalorien, Fett & Co spielen demnach eine geringere Rolle, sprich die Augen haben bei Entscheidungsprozessen mehr Gewalt als die Vernunft, wenn es um das Essen geht. Ein weiterer Test kam sogar zu dem Ergebnis, dass die Optik der Speisen und Getränke eine gewisse Erwartungshaltung weckt, welche den Geschmack beeinflussen und sogar verfälschen kann.

Optik der Speisen und Getränke

Demnach waren Probanden überzeugt, soeben je einmal Apfel-, Kiwi- und Johannisbeersaft getrunken zu haben, obwohl es sich dreimal um denselben Apfelsaft handelte, nur eben mit unterschiedlicher Farbe.

Essen im Dunkeln? Eine Erfahrung für jedermann!

Nur allzu oft fallen wir im Alltag also auf eine optische Täuschung herein. Aus diesem Grund erfreut sich das Essen im Dunkeln als neuer Trend steigender Beliebtheit. Denn wer nicht sieht, was er isst, kann den Geschmack ganz neu erleben. Solche Dunkelrestaurants gibt es mittlerweile in immer mehr – vor allem größeren – Städten und jeder sollte diese Erfahrung in seinem Leben machen.

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Plötzlich wirken der Geschmack und der Geruch der Speisen sowie Getränke intensiver als jemals zuvor. Zudem ist es manchmal schwieriger als gedacht, mit Sicherheit sagen zu können, was gerade serviert wurde.

Im Alltag verlassen sich die Menschen beim Essen also vor allem, und oftmals viel zu sehr, auf die Optik. Sie ziehen beispielsweise die makellosen Äpfel mit Spritzmitteln den gesünderen, aber weniger schönen Bio-Äpfeln vor, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen.

Essen im Dunkeln

Gesünderes Essverhalten durch optische Erwartungen

Im Gegenzug kann sich die Optik aber auch positiv auswirken, wenn es um ein gesundes Essverhalten geht. Denn sie kann das Sättigungsgefühl steuern, wie ein weiteres Experiment beweist. Hierbei aß eine Hälfte der Probanden die Suppe aus einem Teller, der sich ganz normal leerte, während er bei der anderen Hälfte automatisch während des Essens aufgefüllt wurde.

Als Konsequenz aßen diese rund 73 Prozent mehr Suppe – ohne anschließend zu wissen, dass sie mehr gegessen hatten. Das Sättigungsempfinden war hingegen bei allen Teilnehmern dasselbe. Das Auge schätzt also ein, wie viel Essen der Körper braucht, um satt zu werden.

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Dadurch stellt sich nach dem Essen das Gefühl ein, satt zu sein, weil eine Erwartungshaltung entstanden ist und sich diese automatisch erfüllt. Essen hat also auch viel mit Wahrnehmung sowie Psychologie zu tun und genau deshalb spielt die Optik eine so wichtige Rolle.

Essen „richtig“ servieren: Wie es gelingt

Durch die Optik lässt sich das Essverhalten demnach in vielerlei Hinsicht steuern. Diese Erkenntnisse lassen sich aber nicht nur in einem Restaurant anwenden, sondern auch im eigenen Zuhause. Das Essen kann (noch) besser schmecken.

Essen „richtig“ servieren Wie es gelingt

Das eigene Gehirn kann ausgetrickst werden, um weniger zu essen und trotzdem satt zu sein. Aber auch Gäste werden umso begeisterter sein, wenn eben nicht nur der Geschmack, sondern auch die Optik stimmt. Das Essen „richtig“ zu servieren, sollte daher ab sofort eine hohe Priorität haben, sei es beim Speisen alleine, mit der Familie, beim romantischen Candle-Light-Dinner oder mit Freunden. Welche Grundregeln gilt es hierbei also zu beachten?

Kleine Portionen servieren!

Die Erwartungshaltung steuert zu großen Teilen das Sättigungsgefühl. Kleine Portionen können demnach ausreichen, um satt zu machen, wenn sie eben richtig präsentiert werden. Es geht darum, das Gehirn auszutricksen und ihm weiszumachen, dass die Portion ausreicht.

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Das funktioniert allerdings nicht, wenn kleine Happen auf großen Tellern serviert werden. Denn dann lautet die Erwartungshaltung sofort: Davon werde ich niemals satt! Stattdessen liegt der Trick darin, kleines Geschirr zu wählen.

Kleine Portionen servieren

Selbst kleinere Portionen wirken darin nämlich normal groß – vielleicht sogar sehr groß – und somit erwartet das Gehirn, anschließend satt zu sein. Anstatt also auf die großen Teller zu setzen, sind es die kleinen Tellerchen, Schüsseln & Co, welche einen positiven Effekt entfalten und somit bei einem gesunden Essverhalten, vielleicht sogar einem Gewichtsverlust, helfen.

Mit den Farben spielen!

Bewiesen ist außerdem, dass die Farben eine direkte Wirkung auf das eigene Essverhalten haben. Das gilt einerseits für die Farben des Essens. Als Faustregel gilt hier: Das Essen sollte stets so bunt wie möglich sein. Dies bringt zugleich den Vorteil mit sich, dass mehr verschiedene Lebensmittel auf dem Tisch landen und somit eine ausgewogene Ernährung gefördert wird.

Mit den passenden Getränken das Essen zum Erlebnis werden lassen

So wirkt beispielsweise die Farbe Rot appetitanregend, wohingegen blaue Lebensmittel eher den Appetit hemmen. Grün und Gelb werden mit einem sauren Geschmack in Verbindung gebracht, Pink und Orange hingegen mit etwas Süßem. Wer violette oder schwarze Lebensmittel sieht, erwartet einen bitteren Geschmack.

All diese Assoziationen laufen automatisch und unbewusst ab. Doch sie können steuern, wie ansprechend eine Mahlzeit wahrgenommen wird. Es sind somit vor allem die knalligen Farben von frischem Obst und Gemüse, welche dem Essen eine „köstliche“ Optik verleihen.

Interessant ist zudem, dass sich auch die Farben des Geschirrs entsprechend auswirken. Ob das Essen auf einem roten oder grünen Teller serviert und ob der Kaffee aus einer schwarzen oder weißen Tasse getrunken wird – all das steuert das Geschmackserlebnis und so können dieselben Speisen plötzlich unterschiedlich schmecken.

In der Praxis bedeutet das: Die Teller sollten klein und rot sein. Denn die Farbe wirkt zwar appetitanregend, zugleich aber als „Warnsignal“, sodass viele Menschen automatisch weniger essen und trinken, dieses jedoch umso mehr genießen.

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Kalte Getränke schmecken hingegen aus blauen Gläsern am besten, denn sie werden erfrischender wahrgenommen. Für beinahe jedes Lebensmittel gibt es konkrete Empfehlungen und somit ist es durchaus interessant, sich damit einmal im Detail auseinanderzusetzen und das Geschirr in Zukunft bewusster zu kaufen sowie einzusetzen.

Gläser passgenau wählen!

Das gilt auch für die Weingläser, denn Wein gehört bekanntlich zu jedem gelungenen Essen, um dieses in ein Erlebnis zu verwandeln. Doch Farben spielen beim Weinglas weniger eine Rolle, zumal diese in der Regel durchsichtig sind.

Hier ist es stattdessen die Größe und Form das Glases, welche für die passende Wahl entscheidend ist. Denn diese bestimmt einerseits darüber, wie viel Wein getrunken wird. Andererseits gibt es Unterschiede zwischen den Weinarten. Sie haben verschiedene Ansprüche an den „Bauch“ und „Kamin“ des Glases.

Nur im richtigen Glas kann sich der individuelle Geschmack somit optimal entfalten, weshalb eine gewisse Auswahl in der heimischen Küche nicht fehlen sollte – ebenso wie das Knowhow, welcher Wein in welchem Glas serviert wird.

Gesundes in Szene setzen!

Und zuletzt gilt: Wer Gesundes bewusst in den Fokus rückt, sorgt für eine gesündere Ernährung bei sich selbst, der Familie und den Gästen. Denn was ins Auge sticht und besonders lecker aussieht, davon will das Gehirn automatisch mehr essen, wohingegen scheinbar langweilige Speisen gerne unberücksichtigt bleiben.

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Auch durch diesen simplen Trick lässt sich das eigene Essverhalten also gesünder gestalten und vielleicht werden sogar die Kinder dazu verleitet, doch beim Gemüse zuzugreifen…

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