Laktosefrei naschen – Leckereien von Schokolade bis Eis

Süßigkeiten waren lange Zeit Luxusartikel in Europa. Zucker war für die Adligen ein Statussymbol. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts kam die Zuckerrübe nach Deutschland und Süßes war für alle verfügbar.

Heute sind Süßigkeiten kaum noch wegzudenken. Besonders beliebt bei den Deutschen sind Bonbons, Eis, Kekse, Pralinen, Schaumküsse, Waffeln und viele verschiedene Arten von Schokolade. Egal wie alt die Menschen sind, fast jeder liebt den süßen Geschmack. Manchmal beeinträchtigen Unverträglichkeiten den süßen Genuss, wenn jemand beispielsweise unter Laktoseintoleranz leidet.

Laktosefrei naschen – Leckereien von Schokolade bis Eis|Süßigkeiten sind bei allen beliebt. Wer unter Laktoseintoleranz leidet

Was ist Laktose?

Laktose ist in Milch und in vielen Milchprodukten enthalten. Milch ist eine wichtige Zutat bei vielen Süßigkeiten, beispielsweise bei Milchschokolade. Laktose ist Milchzucker und damit ein Kohlehydrat. Das ist der Grund, warum in vielen Low-Carb-Lebensmitteln nur sehr wenig Laktose enthalten ist. Um herauszufinden, ob ein Lebensmittel Laktose enthält, ist ein Blick auf die aufgedruckte Zutatenliste notwendig.

Ganz auf Laktose zu verzichten, ist in vielen Fällen gar nicht notwendig, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung unter dge.de. Oft ist es sehr schwierig, das zu erkennen. Denn Laktose ist in vielen Lebensmitteln enthalten, bei denen es nicht immer zu vermuten ist. Manchmal stehen auf der Zutatenliste auch Namen für Milchzucker, die etwas irreführend sind, wie Molke, Sahnepulver, Laktit oder Trockenmilch. Vegane Schokolade, wie es sie z.B. unter radixversand.de zu kaufen gibt, enthält garantiert keine Laktose.

Welche Süßigkeiten sind von Natur aus ohne Laktose?

Zum Glück für viele Menschen mit Laktoseintoleranz gibt es sehr viele Süßigkeiten, die von Natur aus keine Laktose enthalten. Sie müssen also auf keinen Fall ganz auf die süßen Leckereien verzichten, lediglich mit Bedacht auswählen, was sie essen.

Fruchtgummis, Bitterschokolade oder Lakritze sind Produkte, die keine tierische Milch enthalten. Kokosmilch, Mandelmilch, Reis- oder Sojamilch kommen als Alternative zum Einsatz. Auch in vielen Kekssorten ist keine Laktose enthalten, wenn sie beispielweise mit Butterreinfett zubereitet sind. Butterreinfett kommt in vielen süßen Produkten vor. Vor dem Kauf ganz spezieller, laktosefreier Produkte lohnt es sich, einen Blick auf die Zutatenliste der normalen Süßigkeiten zu werfen.

Laktosefrei naschen – kein Problem

Viele Hersteller bieten mittlerweile laktosefreie Süßigkeiten an. Wer Lust hat, etwas Süßes zu schlemmen, hat eine große Auswahl. Neben Kokosriegeln, Schokocreme, Toffees und Milchschokolade, gibt es auch Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil.

Je mehr Kakao in einer Schokolade enthalten ist, umso geringer ist der Laktoseanteil. Bitterschokolade ist allerdings nicht jedermanns Sache. Wer nicht auch noch eine Fruchtzuckerunverträglichkeit hat, kann Obst essen als laktosefreie Alternative.

Laktosefreie Süßigkeiten selber machen

Wer ganz sichergehen will, dass die Naschereien keine Laktose und auch sonst keine unerwünschten Stoffe enthalten, macht sich seine Süßigkeiten einfach selbst. Als Zutaten sind laktosefreie Lebensmittel geeignet, wie Honig, Marmelade, Sirup, Zucker, Kakao, Nüsse, Kokosmilch, Mus aus Nüssen, Mandelmilch, Getreide und vieles mehr.

Damit ist es möglich eine Menge süße Leckereien zu zaubern, die alle keine Laktose enthalten, wie Nussplätzchen, Cremeschnitten, Muffins, Kokosplätzchen, Eis, Müsliriegel und natürlich auch laktosefreie Schokocreme und Schokolade.

Gesundheitsinfo:
Laktose ist Milchzucker, der in jeder Art von tierischer Milch enthalten ist, also nicht nur in Kuhmilch. Dieser Zucker ist auch in Ziegenmilch, Schafsmilch und Muttermilch. Milchzucker besteht aus Glukose und Galaktose, die miteinander verbunden sind.

Wenn Milchzucker mit der Nahrung in den Verdauungstrakt gelangt, muss der Darm die beiden Moleküle aufspalten, damit die Laktose für den Körper verträglich wird. Diese Aufgabe übernimmt das Enzym Laktase. Viele Menschen mit Laktoseintoleranz haben dieses Enzym nicht (vgl. bgv-laktose.de). Der Milchzucker gelangt deshalb unverändert in den Verdauungstrakt. Dort sorgt er für Verdauungsprobleme, von leichten Blähungen bis hin zu schweren Durchfällen.

Laktosefreie Fruchtgummis – einfach selber machen

Die Zubereitung der laktosefreien Fruchtgummis ist ganz einfach. Sie lassen sich aus Fruchtsaft, Fruchtsirup, Limonade, Cola, schwarzem Tee oder einfach aus Götterspeise herstellen. Das geht folgendermaßen:

  • auf 100 ml Flüssigkeit kommen sechs gestrichene Teelöffel gemahlen Gelatine oder acht Blatt Gelatine, ein bis zwei Esslöffel Zitronensaft und ein Esslöffel Zucker nach Geschmack
  • Zunächst die Gelatine zusammen mit dem Fruchtsaft in einen Topf geben. Die Gelatine für fünf bis zehn Minuten einweichen und dann den Zitronensaft hinzufügen.
  • Den Topf jetzt erwärmen und die eingeweichte Gelatine in der Flüssigkeit auflösen. Wichtig ist, die Gelatine nicht kochen zu lassen.
  • Ist die Gelatine aufgelöst, den Zucker nach Geschmack einrühren.
  • Die fertige Masse einfach in kleine Silikonpralinenförmchen geben und in den Kühlschrank stellen. Dort sind sie nach einer Stunde abgekühlt und fertig zum Essen. Besser ist es allerdings, mehrere Stunden zu warten.

Tipp: Bei der Verwendung von Fruchtsirup diesen zur Hälfte mit Wasser vermischen. Für Cola-Gummibärchen die Cola offen stehen lassen, damit die Kohlensäure entweichen kann. Wer keine Gelatine benutzt, sondern Götterspeise, nimmt ein ganzes Päckchen mit dem Geschmack seiner Wahl und 100 ml Wasser dazu. Nicht die sonst übliche Menge Wasser verwenden, wie sie auf der Verpackung steht.

Problemfall Speiseeis – beliebtestes Dessert im Sommer

In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Speiseeis bei etwa acht Kilogramm pro Jahr. Dadurch, dass viele Eissorten auf der Basis von Milch oder Sahne hergestellt sind, sind sie meist wahre Laktosebomben. Ein einfaches Milcheis kann zwischen drei und acht Gramm Laktose auf 100 Gramm enthalten.

Die cremige Konsistenz bekommt das Eis, weil es unter ständigem Rühren gefroren wird. Dadurch kommt sehr viel Luft in die Eismasse und es entstehen nur kleine Eiskristalle, was die cremige Konsistenz ausmacht. Mittlerweile gibt es gute Eismaschinen, mit denen jeder zuhause sein Eis selber machen kann. Als Zutaten eignen sich dafür Milchalternativen, beispielsweise aus Soja, Hafer, Cashews oder Mandeln. Besonders cremig wird es mit Sahnealternativen. Als Geschmackszutaten eignet sich alles Mögliche, wie Früchte, laktosefreie Schokolade, Nüsse und vieles mehr.

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