Passt dein Säure Basen Gleichgewicht?

Passt dein Säure Basen Gleichgewicht

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Der Säure-Basen-Haushalt des menschlichen Körpers wird erst seit relativ kurzer Zeit wissenschaftlich untersucht, aber die Entdeckungen, die damit verbunden sind, sind mehr als bedeutend. Gewichtsverlust, ein schwaches Immunsystem, Hautprobleme, die Bildung von Nieren- und Gallensteinen sowie Probleme mit Knochen- und Gelenkgewebe werden zunehmend auf eine “Übersäuerung” oder eine Verschiebung des pH-Werts zur sauren Seite hin zurückgeführt. Versuchen wir zu verstehen, wie der Säure-Basen-Haushalt mit dem Lebensstil und der Ernährung zusammenhängt.

Zunächst einmal laufen ALLE Prozesse in unserem Körper (der sogenannte Stoffwechsel) NUR unter bestimmten Bedingungen ab, die HOMEOSTASIS genannt werden, ein  komplexes Regulationssystem.

HOMEOSTASIS ist die Selbstregulierung, die Fähigkeit eines offenen Systems, seinen inneren Zustand durch koordinierte Reaktionen zur Aufrechterhaltung des dynamischen Gleichgewichts konstant zu halten. Die Tendenz eines Systems, sich selbst zu reproduzieren, das verlorene Gleichgewicht wiederherzustellen und den Widerstand der äußeren Umgebung zu überwinden.

ALLE Umgebungen in unserem Körper (Blut, Lymphe, Speichel, Galle, Urin usw.) haben einen bestimmten pH-Wert (Säuregehalt), in dem Enzymsysteme arbeiten. Verschiedene Gewebe im Körper haben einen unterschiedlichen pH-Wert, z. B. sind Blut und Speichel leicht alkalisch, Urin ist leicht sauer und die Hautoberfläche sollte ebenfalls leicht sauer sein.

Was passiert, wenn die Homöostase durch eine falsche Lebensweise (Ernährung, Stress usw.) gestört wird?

Die Abwehrmechanismen funktionieren nicht mehr richtig, das Immunsystem leidet und der Körper scheidet Abfallprodukte nicht mehr effektiv aus. Dies sind die äußeren Anzeichen eines “übersäuerten” Körpers: Müdigkeit, Lethargie, ein “ungesunder” Teint, häufige Hautausschläge, Darmbeschwerden (oft Verstopfung und Blähungen), Über- oder Untergewicht.

Bei einer genaueren Untersuchung werden Gallen- oder Nierensteine, Gelenkveränderungen (Arthrose aufgrund eines gestörten Kalzium- und Magnesiumstoffwechsels), Muskelschwäche und Muskelschmerzen festgestellt. Die Liste der Symptome ließe sich sogar noch weiter fortsetzen.

Aber wir machen es anders und fragen uns, was wir tun müssen, um den Säure-Basen-Haushalt zu normalisieren. Fangen wir natürlich mit der Ernährung an.

Zuerst folgt die Auflistung der Lebensmittel, die den Körper “übersäuern”:

  1. Fleisch und jegliche Fleischprodukte, Wurstwaren, Fleischkonserven.
  2. Alle raffinierten Lebensmittel, insbesondere Zucker und Grieß.
  3. Unreife Früchte und Beeren und wenn du ihnen Zucker hinzufügst.
  4. Fisch, Eier, Milchprodukte, Käse und Getreide wie Weizen und Roggen sowie Hülsenfrüchte und Nüsse sind schonender. Ghee, Raps-, Leinsamen- und Olivenöl gelten als neutral.

Durch folgende Lebensmittel wird der Säure-Basen-Haushalt normalisiert, “alkalisiert”.

  1. Blattgemüse (alle Arten von Salat, Petersilie, Dill, Koriander usw.).
  2. Zucchini, Auberginen, Gurken – alles, was auf dem Boden wächst.
  3. Wurzelgemüse – Karotten, Rote Beete usw.
  4. Trockenfrüchte. Unter den frischen Früchten hat die Banane die stärkste alkalisierende Wirkung, und unter den Beeren – Wassermelone und Kaki, Aprikosen, Zitrusfrüchte.

8 Regeln für die Aufrechterhaltung eines Säure-Basen-Gleichgewichts

  1. Die Ernährung sollte nie nur aus oxidierenden Lebensmitteln bestehen und immer alkalisierende Lebensmittel enthalten.
  2. Beim Essen sollte die Menge der alkalisierenden Lebensmittel größer sein als die Menge der oxidierenden Lebensmittel.
  3. Die Menge an basenbildenden Lebensmitteln sollte umso größer sein, je saurer das innere Milieu des Körpers ist, und auch in Fällen, in denen die Person einen gestörten Säurestoffwechsel hat.
  4. Eine Ernährung, die ausschließlich aus basenbildendem Gemüse besteht, ist möglich, aber nur für einen begrenzten Zeitraum (1-2 Wochen).
  5. Die Mahlzeiten sollten nicht nur aus säurehaltigen Lebensmitteln bestehen und unbedingt basenbildende Lebensmittel enthalten.
  6. Oxidierende und säurehaltige Lebensmittel sollten in einer Menge verzehrt werden, die den Besonderheiten des Stoffwechsels im Körper entspricht.
  7. Man sollte nicht sehr oft säurehaltige Lebensmittel essen.
  8. Saure Lebensmittel können nur gegessen werden, wenn der Körper bereit ist, sie aufzunehmen (zwischen 3.00 und 15.00 Uhr).

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