Braucht dein Körper Entlastungstage?

Braucht dein Körper Entlastungstage

Körper entlasten um neue Energie zu gewinnen

Nach einem Tag mit Kefir, Äpfeln, Bananen oder Wasser verlierst du ein paar zusätzliche Pfunde, entgiftest deinen Körper und fühlst dich allgemein gesünder.

Was sind Entladetage?

Entlastungstage gelten als eine erhebliche Einschränkung der Kalorien für einen Tag. Jemand erreicht dies, indem er nur Äpfel isst, jemand gönnt sich nur Kefir, jemand konzentriert sich auf Buchweizen, der Verzweifeltste setzt auf Wasser…

Aber im Allgemeinen macht es keinen Unterschied. Für welches Produkt du dich auch entscheidest, die Wirkung ist gleich null. Oder besser gesagt, auf lange Sicht negativ.

Brauchst du wirklich einen Fastentag?

Um diese Frage zu beantworten, musst du verstehen, warum sie durchgeführt werden. Zersetzen, sozusagen, entgiften in den Regalen. Und analysiere dann, ob die erwarteten Ergebnisse erreicht werden.

Im Allgemeinen sind es drei Ziele, die man damit erreichen möchte. Körper bzw. Darm entgiften, schnell abnehmen und sich energiegeladener fühlen.

1. Den Körper von Giftstoffen reinigen

Ärzte fangen bei dem Wort “Toxine” an, mitleidig und etwas abfällig zu lächeln. Das liegt daran, dass die Existenz bestimmter Giftstoffe im Körper eher ein Mythos ist.

Einige Wissenschaftler halten die “Entgiftung” sogar für ein rein kommerzielles Projekt, das darauf abzielt, leichtgläubigen Patienten Geld aus der Tasche zu ziehen.

Es muss gesondert erwähnt werden, dass der menschliche Körper über eine ganze Reihe von natürlichen “Reinigungssystemen” verfügt. Dazu gehören die Leber, die Nieren, der Magen-Darm-Trakt und sogar die Haut. Wenn diese Organe gesund sind und normal funktionieren, sind sie durchaus in der Lage, alle unnötigen und schädlichen Stoffe aus dem Körper zu entfernen. Es gibt keinen Grund, sie zu stressen, indem man ihnen die Nahrung verweigert.

Wenn es um irgendwelche Störungen geht, kannst du nicht mit Entgiftungstagen experimentieren. Alle diätetischen Einschränkungen sollten nur auf Anraten deines Arztes vorgenommen werden.

2. Mit Fastentagen schnell abnehmen

Das Ergebnis ist hierbei eher umstritten. Wenn es dein Ziel ist, ein paar Pfunde zu verlieren, dann macht dich die Waage nach einem Tag der Entlastung wirklich glücklich. Allerdings nicht für lange. Es ist sehr wahrscheinlich, dass du sehr bald wieder die gleiche Menge an Gewicht zulegst. Und möglicherweise mit “Freunden”.

Die Tatsache, dass der Gewichtsverlust nach einem Tag des Entladens oft mit einem Flüssigkeitsverlust verbunden ist. Sobald du zu deiner normalen Ernährung zurückkehrst, steigt die Menge an Feuchtigkeit in deinem Körper und damit auch das Körpergewicht wieder an.

Der zweite Faktor ist ein langsamerer Stoffwechsel. Aus Angst vor plötzlichen Einschränkungen beginnt der Körper zunächst, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen, und beginnt dann, sobald die Ernährung wieder aufgenommen wird, aktiv Fett für die Zukunft zu speichern und kann es auch übertreiben.

3. Sich leichter fühlen, energiegeladener werden

Das Ergebnis ist hierbei fraglich. Typische Begleiterscheinungen von Entladetagen sind:

ein Absinken des Blutzuckerspiegels;

Schwindelgefühl;

Schwäche;

schnelle Ermüdung;

Kopfschmerzen und Muskelkater.

Manche Menschen behaupten jedoch, dass sie sich während und unmittelbar nach einem Fastentag besser fühlen. Experten führen dies darauf zurück, dass Lebensmittel mit hohem Zucker- und Fettgehalt aus dem Speiseplan gestrichen werden. Der gleiche Effekt lässt sich aber auch erzielen, ohne dass man hungern muss. Überdenke einfach deinen täglichen Speiseplan.

Heißt das, dass Entlastungstage nutzlos sind?

Nicht wirklich. Es gibt zwei Fälle, in denen es wirklich gerechtfertigt ist, deine Nahrungsaufnahme einzuschränken.

1. Anordnung des Arztes

Eine Reihe von Erkrankungen – wie Verdauungs-, Herz-Kreislauf-, Diabetes- und Prä-Diabetes-Erkrankungen – erfordern einen besonderen Ernährungsansatz. Dein Arzt kann dir eine zuckerarme Ernährung empfehlen. Oder z.B. nur pürierte Lebensmittel, um den entzündeten Darm zu schonen.

Aber solche Diäten können nicht als “Entlastungstage” bezeichnet werden. In der Regel halten sie lange an, in manchen Fällen sogar ein Leben lang.

2. Intervallfasten

Damit die Diättage wirklich etwas bringen, sollten sie nicht nach Lust und Laune, sondern regelmäßig durchgeführt werden. Mit anderen Worten: Es sollte mit einer genau definierten und genau beobachteten Regelmäßigkeit geschehen. In diesem Fall werden Entladetage zu einem Element des sogenannten Intervallfastens.

Das ist ein wichtiger Aspekt. Im Gegensatz zu den Entlastungstagen, bei denen man die Kalorienzufuhr einschränkt, wechseln sich beim Intervallfasten Phasen, in denen man “satt” ist, mit Phasen ab, in denen man völlig hungrig ist. Wenn du nichts isst, dann isst du gar nichts und beschränkst dich auf Wasser oder verdünnte Gemüsesäfte. Nur dann bringen diätetische Einschränkungen offensichtliche Vorteile.

Aber auch hier gilt: Alle Ernährungsexperimente sollten mit deinem Therapeuten besprochen werden. Das ist der beste Weg, um dir keinen Schaden zuzufügen.