Warum Bitterstoffe ein wichtiger Teil jedes Ernährungsplans sein sollten

Warum Bitterstoffe ein wichtiger Teil jedes Ernährungsplans sein sollten

Bittere Lebensmittel schmecken nicht allen Menschen. Dabei sind Bitterstoffe ausgesprochen gesund und vor allem für eine bessere Verdauung förderlich. Gewusst wie, lassen sie sich auf leckere Art und Weise in den täglichen Speiseplan integrieren.

Bitter ist eine von fünf Geschmacksrichtungen

Die fünf Geschmacksrichtungen lauten nach dem heutigen Wissensstand süß, salzig, sauer, umami und bitter. Diese können wir mit den Geschmacksknospen auf unserer Zunge wahrnehmen. Während süß, salzig und umami unseren Appetit anregen, können Bitterstoffe Ekel in uns hervorrufen. Automatisch verbinden wir den Geschmack mit etwas Giftigem. Dabei sind nicht alle bitteren Lebensmittel wirklich gesundheitsschädlich. Viele von ihnen sind sogar sehr gut für uns. Da wir aber nur noch so wenige Bitterstoffe in unserer normalen Ernährung zu uns nehmen, haben wir uns selbst entwöhnt und reagieren noch empfindlicher auf die bitteren Geschmacksnoten.

Welche Wirkung Bitterstoffe auf den Körper haben

Auch wenn die initiale Reaktion auf Bitterstoffe oft ein Verziehen des Gesichts ist, haben sie eine erstaunliche Wirkung auf unseren Körper. Beispielsweise haben sie einen positiven Effekt auf die Fettverdauung. Denn sie sorgen für eine verstärkte Produktion der Gallenflüssigkeit. Sie verbessern außerdem den Speichelfluss und fördern die Produktion der Magensäfte. Manche Bitterstoffe bringen den Körper sogar dazu, mehr Insulin zu produzieren. Die verdauungsfördernde Wirkung bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich und trägt vor allem zu einer besseren Darmgesundheit bei. Der Effekt ist so stark, dass eine erhöhte Einnahme von Bitterstoffen Morbus-Crohn-Patienten Linderung verschaffen kann. Die chronisch-entzündliche Darmkrankheit ist nicht heilbar, sodass Betroffene über Wege, die Symptome abzuschwächen, meist sehr dankbar sind. Darüber hinaus ist eine gesunde Darmflora äußerst wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem.

Wie Bitterstoffe aus unserer Nahrung verschwanden

Durch die vielen verarbeiteten Lebensmitteln, die wir täglich zu uns nehmen, hat sich auch unser Geschmack verschoben. Beispielsweise essen wir viel zuckerhaltiger als die Menschen vor 100 Jahren. Hinzu kommen Süßstoffe, die ebenfalls für eine Verfälschung natürlicher Geschmäcker sorgen. Dementsprechend reagieren wir noch empfindlicher auf Bitterstoffe als früher, da wir es gewohnt sind, immer angenehm süße Speisen zu uns zu nehmen. Eine weitere Entwicklung hat ebenfalls dazu geführt, dass wir oft weniger Bitterstoffe konsumieren als unsere Vorfahren: Viele Pflanzen wurden gezielt so gezüchtet, dass sie weniger Bitterstoffe enthalten und uns besser schmecken.

Natürlich sind Bitterstoffe nicht vollständig aus unserem Essen verschwunden. Sie sind aber nur noch in einem sehr geringen Maße vorhanden. Deswegen kann es sinnvoll sein, beim nächsten Einkauf mehr darauf zu achten und den Bedarf gegebenenfalls durch Nahrungsergänzungsmittel mit Bitterstoffen wie zum Beispiel die Laetitia Naturprodukte zu ergänzen.

Diese Lebensmittel enthalten Bitterstoffe

Es gibt eine ganze Reihe von Lebensmitteln, die Bitterstoffe enthalten und dadurch der Gesundheit zuträglich sind. Dazu gehören die Folgenden:

  • Chicorée
  • Rucola
  • Rosenkohl
  • Grünkohl
  • Artischocken
  • Fenchel
  • Radieschen
  • Grapefruit

Bitterstoffe für eine ausgewogene Ernährung supplementieren

Wem es schwerfällt, Lebensmittel mit Bitterstoffen in den Speiseplan zu integrieren, kann mit Nahrungsergänzungsmitteln nachhelfen. Die gibt es beispielsweise in Tropfenform. Wer Probleme mit dem bitteren Geschmack hat, verdünnt diese einfach mit Wasser und nimmt sie vor oder nach dem Essen zu sich. Eine andere Möglichkeit, Bitterstoffe auf flüssige Art und Weise zu konsumieren, sind spezielle Kräutertees. Der leicht bittere Geschmack wird durch andere Aromen komplementiert. Die Tropfen und Tees sind auch auf Reisen gute Begleiter. Denn im Urlaub ist es verlockend, die gesunde Ernährung ein wenig schleifen zu lassen oder regelmäßig ins Restaurant gehen. Mit diesen Produkten lassen sich trotzdem ausreichend Bitterstoffe aufnehmen.

Sich an den Geschmack gewöhnen

Sowohl an den Geschmack von natürlich bitteren Lebensmitteln als auch von den Nahrungsergänzungsmitteln können wir uns mit der Zeit wieder gewöhnen. Das gelingt oft gut mit Gewürzen, die nur wenige Bitterstoffe enthalten. Salbei, Rosmarin oder Liebstöckel bieten sich dafür an. Wer diese öfter in seine Speisen integriert, kann seinen Gaumen langsam trainieren und nach einer Weile auch zu Lebensmitteln mit einem stärkeren Bittergeschmack greifen. Doch auch diese lassen sich ein wenig abmildern. Beim Kochen geht es schließlich auch immer darum, verschiedene Aromen miteinander zu kombinieren, sodass sie sich gekonnt ausbalancieren. Die folgenden Tipps können das Zubereiten von Mahlzeiten mit Bitterstoffen leichter machen:

  • Bittere Salate schmecken durch die passenden Saucen weniger intensiv. Chicorée lässt sich gut mit einer Joghurtsauce abmildern. Frische Orangen bilden mit ihrem süßen fruchtigen Geschmack einen gelungenen Gegenpol zu den Bitterstoffen. Generell ist Obst oft eine gute Wahl, um Bitterstoffe auszugleichen.
  • Rucola-Salat schmeckt hervorragend mit einer Sauce aus Olivenöl und Honig. Ein paar saftige Tomaten und salziger Feta sorgen für eine hervorragende Geschmackskomposition.
  • Rosenkohl kann in etwas Butter geschwenkt und mit Fenchel kombiniert werden. Ein leckerer Bratapfel schmeckt ebenfalls gut zu dem Kohlgemüse.
  • Grünkohl wird herrlich deftig und fast gar nicht bitter, wenn er mit einer großen Portion Gänseschmalz und reichlich Kartoffeln kombiniert wird.
  • Artischocken werden am besten zusammen mit Zucker und Zitrone in Wasser gekocht. Sowohl der süße Zucker als auch die zitrischen Aromen überdecken den bitteren Geschmack.

Fazit

Auch wenn wir uns den Verzehr von Bitterstoffen abgewöhnt haben, können wir ganz langsam wieder damit anfangen und uns so Stück für Stück herantasten. Um eine ausreichende Versorgung für eine gesunde Darmflora anzustreben, bietet es sich an, natürliche Lebensmittel mit Bittertropfen oder Bittertees zu kombinieren. So sind wir immer auf der sicheren Seite!

Autorenprofil: Klara Winter ist eine begeisterte Hobbyköchin, die gerne mit verschiedenen Aromen experimentiert. Dabei legt sie stets Wert auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Denn gutes Essen soll nicht nur den Gaumen, sondern auch den Körper verwöhnen.

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